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Januar 2015

in Kultur – Allover

Im Kino: Exodus – Götter und Könige

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Samstagnachmittag, spontan stehe ich vor dem Kino, gerade fängt „Exodus“ in der neuen Verfilmung von Ridley Scott an. Warum nicht, dass die Vorstellung in 3D ist nehme ich in Kauf, obwohl es für Brillenträger kein Vergnügen ist, zwei Brillen auf einmal zu tragen.

Die Handlung ist schnell erzählt: Sklaverei, Plagen, Exodus, 10 Gebote, gelobtes Land. Wenig neues zu erwarten in diesem Plot, allenfalls ein paar eingestrickte Gefühlsverwicklungen können Abwechslung bringen. Der Film nimmt seinen Lauf, Christian Bale ist Moses. Nunja. Eine Eiche von einem Mann, aber er wirkt immer so schrecklich humorlos, als ob er sich auch außerhalb seiner Rollen selbst niemals witzig finden könnte. Schon als Batman strahlte er eine einsame Tragik aus und dazu macht er immer den Eindruck, sich selbst in dieser Pose zu gefallen.

Die Bilder sind opulent wie erwartet, auch wenn Ramses und die Ägypter (samt Sigourney Weaver als Ramses Mutter) eher kostümiert wirken mit ihren kajalten Augen und dem wechselnden Kopfputz.

Dann, unvermeidlich wie der Schmerz wenn man sich die Zehen anstößt, taucht Ben Kingsley auf. Der Mann mit dem einen Gesichtsausdruck, der alle weisen und salbungsvollen Männer spielt, die im Kino zu vergeben sind. Um dann die Besetzungsparodie auf die Spitze zu treiben, wird Gottes Stimme von einem Kind gespielt, als Kompromiss zwischen der Unmöglichkeit Gott darzustellen und der Tristesse, eine Stimme als Stimme spielen zu lassen in einem so bildreichen Film.

Mein Fazit: Bildgewaltig, aber langweilig.