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Kultur – Theater

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Carmen im Stadttheater Freiburg

Nach langer Renovierung der Bühnentechnik also endlich wieder eine Oper im Großen Haus. Es gibt die Carmen von Biszet, wahrscheinlich eine der meist gespielten Opern weltweit.

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Das Haus ist voll, gespannte Vorfreude, wie hat Rosamund Gilmore die Inszenierung umgesetzt?

Auftritt Carmen, das erste Erstaunen ist garantiert. Hier kommt kein Vamp, keine Frau, gefangen in Ihre einzige Fähigkeit der Verführung. Hier tritt ein unabhängiger Geist, eine wilde Persönlichkeit auf, die mit Verführung spielt ebenso wie mit Zurückweisung, die sie wagt. Dass es in diesem Gespinst keine Freiheit gibt, ahnen wir zwar schon, trotzdem ist der Ansatz modern und passend. Warum sie am Ende des Spiels diesen Mann will und er sie? Unerklärbare Leidenschaft.

Das Bühnenbild ist, inzwischen schon ein Markenzeichen des Freiburger Theaters, spartanisch und doch effektvoll genug. In vier Akten wird das wesentliche gestaltet und Platz gelassen für die Spielfreude- und Fähigkeit der Sänger.

Die Havanaise „L´amour est un oiseaux rebelle“ erklingt und ich freue mich über diesen und auf weitere „Gassenhauer“.
Maria Callas und die Havanaise, visit YouTube

Unbedingt ansehen, es ist ein Vergnügen…

Plakat zur Uraufführung 1875

Plakat zur Uraufführung 1875

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17. Open-Air-Theatersportfestival – Funkensprung 10.7.13

Freunde, es bleibt dabei, es gibt in unserem kleinen Freiburg so ein großes Angebot, manchmal kommt man gar nicht hinterher und schafft nicht alles, was man machen möchte. Aber hier, durch einen Tipp an einem sonnigen Abend bin ich im Stadtpark bei den Impro-Theatertagen gelandet. 18 Uhr, noch ist es relativ leer, meine Freundin und ich haben vorgesorgt und eine kühle Flasche Sekt und zwei echte Gläser dabei. Stuhl steht in der Sonne und wegen mir können die Spiele beginnen.

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Der König (siehe Krönchen) entscheidet über die Settings. Der Fußball auffem Kopf ist der Narr, ich glaube der soll Laola starten und so, ist mir aber nicht durch Aktivität aufgefallen

Habe noch keine Erfahrung mit Theatersport, wenn ihr mehr Informationen haben wollt lest hier: Impro-Theater Freiburg. Ich glaube die Regeln sind nicht einheitlich, grundsätzlich geht es um einen Battle zwischen verschiedenen Impro-Gruppen. Die, die ich sehe, heißt „Funkensprung“. Das Publikum gibt verschiedene Settings vor, der König entscheidet welches umgesetzt wird.

Wir hangeln uns durch „Richter und Angeklagter“ (schade, hätte gerne „Schwarzfahrer und Kontrolleur“ gesehen, aber der König hat anders entschieden) und eine Szene „Auf dem Friedhof“, die völlig vom Thema abkommt. Es gibt einen Moderator der „Schnitt“ rufen und eine neue Ausrichtung geben kann, in einer Szene können Mitglieder des Ensembles sich gegenseitig ablösen. Nicht alles gefällt mir, manchmal verirren sich die Schauspieler heillos, aber ich habe insgesamt großes Vergnügen und finde diese Kunstform (für mich) neu und herrlich.

Zum Ende haben sich die Ränge gefüllt, Sekt und Sonne haben das übrige getan und ganz gelöst fordern wir die Zugabe. Wir dürfen Begriffe nennen, die die Gruppe umsetzen wird, meine Freundin wird mit ihrem fröhlichen „Schnurbelwurz“ vom König erwählt. Nach beginnender Ratlosigkeit des Ensembles formiert sich der Gedanke, die spontan vorgestellte Erfinderin des „Schnurbelwurzes“ begrüßt uns einfach als Mitglieder des örtlichen Meerschweinchenzuchtvereins, der Schnurbelwurz ist ein neuartiges Gerät zur Kürzung wildwachsender Meerschweinchenkrallen. Für ältere Meerschweinchen aber nur 10 Umdrehungen in der Minute!

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Ganz klar, der Schnubelwurz bei der Arbeit, ich finde der Darsteller in der Mitte kann die Verwirrung des Meerschweinchens in der Maschine körperlich glaubhaft ausdrücken

Die Freundin meiner Freundin hatte mitgespielt, hinterher lassen wir uns alle auf dem Rasen nieder und schauen plaudernd der nächsten Gruppe zu. Ein schöner Abend.

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Familie Flöz – GARAGE D´OR (Burghof Lörrach)

 

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FAMILIE FLÖZ

„GARAGE D’OR“

MO 18.03.2013|20 Uhr

Drei Familien, drei Männer, ein Traum. In der Enge der heimischen Küche zieht sich der Himmel über Bruno, Lothar und Hermann zusammen und es verdichtet sich der Wunsch allem Irdischen zu entfliehen: ihren anspruchsvollen Frauen, ihren schwer erziehbaren Kindern, ihrem scheinbar gescheitertem Leben. Angetrieben von einer unerfüllbaren Sehnsucht stoßen sie eine Tür auf, die sie nicht wieder schließen können. Ihre Mission führt sie durch ungeahnte Weiten des Raumes und in die dunkelsten Tiefen ihrer selbst. Garage D’Or erzählt von der Ohnmacht der Väter, von der Macht der Umstände und von der Sehnsucht nach Freiheit. Familie Flöz wagt sich mit der neuen Produktion weiter vor in das große Feld jenseits der Worte und in die Erkundung einer internationalen Theatersprache. Die Masken werden zu Seismographen der menschlichen Seele, die in einem Moment das Publikum zu Lachtränen bringen und im nächsten die Zeit scheinbar anhalten können.

Ein Stück von und mit: Anna Kistel, Björn Leese, Benjamin Reber, Hajo Schüler, Kenneth Spiteri, Michael Vogel

Eine Produktion von: FAMILIE FLÖZ und Theater Duisburg | In Koproduktion mit: La Strada Graz und Theaterhaus Stuttgart | Mit Unterstützung von: Stadsschouwburg Utrecht, Festival d’Anjou und Centro Servizi Culturali Santa Chiara

http://www.floez.net/floez/